Es können viele verschiedene gutartige Erkrankungen sinnvoll mit einer Strahlentherapie behandelt werden, da energiereiche Strahlen nicht nur die Zellteilung hemmen (antiproliferative Wirksamkeit, besonders in der Krebstherapie erwünscht) sondern auch eine antientzündliche und damit schmerzstillende Wirksamkeit besitzen. Außerdem beeinflussen die Strahlen im positiven Sinne eine fehlgeleitete Immunreaktionen des Körpers, so dass auch funktionelle Erkrankungen auf die Therapie ansprechen.
Im Folgenden sind die häufig bestrahlten gutartigen Erkrankungen genannt:
Alterungsprozesse/Verschleiß (Degenerative Erkrankungen):
- schmerzhafte Arthrose von Hüft-(Coxarthrose), Knie-(Gonarthrose), Schulter-(Omarthrose) sowie Finger- und Daumengelenke (Polyarthrose, Rhizarthrose) und Arthrosen an anderen Gelenken.
- schmerzhafte Schultersteife (Periarthropathia humeroscapularis=PHS),
- akute Schmerzen beim "Tennisellenbogen" oder Fersensporn
- Schmerzen der Sehnenansätze verschiedener Gelenke (Schmerzhafte Insertionstendinopathie)
Bindegewebsvermehrung (hypertrophische / hyperproliferative Erkrankungen):
- Sehnenverkürzungen an Händen und Füßen (Morbus Dupuytren und Ledderhose)
- überschiessende Narbenbildung (Keloide)
Funktionelle Erkrankungen
- Schwellungen der Augenmuskeln bei der endokrinen Orbitopathie
- Brustvergrößerung beim Mann (Gynäkomastie) z.B. unter Hormontherapie.
- Lymphfisteln / Lymphozelen z.B. nach Operationen
- Vorbeugung (Prophylaxe) von Verknöcherungen bei Gelenkersatz
Entzündliche Erkrankungen:
- Hauterkrankungen, bei denen herkömmliche Therapien versagen wie z.B. rezidivierende Schweißdrüsenabszesse, Furunkel, Karbunkel, Nagelbettentzündung, psoriatische Nagelveränderungen



